Ergebnisse
"Die Geschichte der Laute, Flexionen, Wortbildungen, der Satzbildung und der Wörter tritt in Zusammenhang mit den gesamten Bewegungen des privaten und öffentlichen Lebens, die vertikale wird durch die horizontale Sprachbetrachtung abgelöst."
Außersprachliche Faktoren wie die Christianisierung und die Völkerwanderung, dienen der Sprache als Geschichtsquellen und begründen eine Forschung im europäischen Kulturraum unter dem übergreifenden Aspekt von "Sprache und Geschichte".
Die Beziehungen zwischen den Staats- und Sprachgrenzen führten unweigerlich zu den "Zusammenhängen zwischen den Territorial- und Sprachlandschaften". In diesem Sinne löste das Christentum mehrere regionale Stammes- oder Staatsreligionen, zugunsten einer individuell mitgeprägten internationalen Weltreligion ab, was sich gerade auch im Sprachleben zeigt.
Der christlich-religiöse Wortschatz entsteht nicht nur aus den einzelnen Volkssprachen heraus, sondern wird in der Regel übergreifend vom Griechisch-Lateinischen her in die Volkssprachen übernommen. Innerhalb der Volkssprachen wird dieser Wortschatz durch manche Austauschvorgänge neu belebt, einmal mehr aus einheimischem, dann wieder aus fremdem Wortgut.
Vor allem darf das mittelalterliche Europa als internationale christliche Einheit verstanden werden, dessen gemeinsames Band eine besonders intensive Religiosität und so gelebte, wie literarisch immer aufs Neue artikulierte Frömmigkeit, war.
Seither wird die christliche Familie auch Hauskirche genannt. Weil die Familie die gemeinschaftliche und familiäre Natur der Kirche als Familie Gottes ausdrückt und verwirklicht. Alle Glieder der Familie üben gemäß der je eigenen Rolle das durch die Taufe erworbene Priestertum aus und tragen dazu bei, dass aus der Familie eine Gnaden- und Gebetsgemeinschaft wird, eine Schule der menschlichen und christlichen Tugenden und ein Ort der ersten Verkündigung des Glaubens an die Kinder.
Diese innere Glaubenserfüllung der Familie konnte nach außen auch durch deren Namen selbst bezeugt werden. Wenn der Name die sprachliche Interpretation der Seele eines Menschen ist, dann spiegelt dieser Name auch dessen innere Glaubenserfüllung wieder. Sowohl in diesem Glauben, als auch in dieser Tradition stehen nicht nur die gens Ecclesia selbst, sondern alle im Laufe der Jahrhunderte aus hier hervorgegangenen Familien und deren Namen.